Galerie

Schauen Sie bei uns rein. Hier bekommen Sie einen einen kleinen Einblick in unser Vereinsleben.

FÖW Weinpräsentation auf der Vogelsburg 2016

Bilder: Dr. Gabriele Brendel

Neuigkeiten

6. Focus-Weintest 2016

Unter 632 teilnehmenden Weinbaubetriebe zwei Sieger aus den Reihen des FÖW              Herzlichen Glückwunsch!                                                                                                                                                     

Im Weingut von Othegraven an der Saar kürten hochkarätige Experten die Sieger des 6. Focus Weintests. Hausherr Günther Jauch freute sich am meisten auf den Riesling.

 

Mit Unterstützung des Deutschen Weininstituts rief der Focus zum Wettbewerb unter Weingütern auf. 632 Weingüter stellten sich dem Test. In Vor- und Zwischenrunden wurden die Weine von 38 Juroren - u.a. von der Wein-Hochschule Geisenheim, VDP, Vinissima Frauen & Wein e.V., Fachleute aus der Spitzengastronomie - blind verkostet.

 

Gleich zweimal wurde der Fränkische Ökowein als bester Wein bis 10 Euro gewählt. Über Platz 1 freuen sich:

In der Kategorie Silvaner trocken

Bio-Weingut Schloss Saaleck (2015 Hammelburger Heroldsberg)

In der Kategorie Weißburgunder trocken

Weingut Zehntkeller, Iphofen (2015 Iphöfer Kronsberg)

 

Wir freuen uns über das herausragende Ergebnis!

 

Mehr Infos in der Ausgabe Focus Lebensgenuss vom Dezember 2016.

 

 

Berichterstattung zu 25 Jahre FÖW

Artikel zur Bio-Wein-Party am 10. September 2016 in Würzburg

Ökowinzer feiern Premiere in Würzburg

 

Zu seiner ersten „Bio Wein Party“ hatte der Bund Fränkischer Ökowinzer und Weingüter e. V. (FÖW) auf das Bürgerbräu Gelände nach Würzburg eingeladen. Zu karibischen Bio-Köstlichkeiten und feurigen Salsa-Klängen konnten die Weine der Biowinzer in einem ganz außergewöhnlichen Ambiente genossen werden. An fünf Weinstationen gab es eine große Auswahl. Angefangen bei „jung & fruchtig“, ging es über die „Klassiker“, „Piwis“ (pilzwiderstandsfähige Rebsorten) und „Individualisten“ bis hin zu Sekt, Secco und Traubensaft. 

 

„Wir sind mit der Party-Premiere in Würzburg sehr zufrieden und wollen sie – neben unserer Ökowein-Präsentation alljährlich am 15. August auf der Vogelsburg - zu einer zweiten festen Veranstaltung machen. Ich hoffe, dass sie sich genauso gut etablieren wird. Ein ganz großes Dankeschön geht an Carsten Höfer, der uns die Örtlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Das Ambiente ist wirklich einmalig“, berichtet FÖW-Vorsitzender Klemens Rumpel (Kürnach).

 

Ganzer Artikel nachzulesen unter Frankenwein aktuell.

 

 

Artikel von Ralf Dieter in Mainpost vom 8. September 2016

Gereifte Erkenntnis

 

Manfred Rothe ist keiner, der im Zorn zurückblickt. Auch wenn er es nicht leicht hatte – damals Mitte der 1980er-Jahre. Genau so wenig wie seine Kollegen. Rothe gehört zu den Pionieren des ökologischen Weinanbaus in Franken. Heute staunt er, welche positive Entwicklung der Ökowein-Anbau in Franken genommen hat. Auch wenn es noch einige Probleme gibt.

 

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat am Mittwoch die 16. Bayerischen Öko-Erlebnistage offiziell eröffnet. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung im Norden des Freistaates statt. Der Anlass: Die Fränkischen Öko-Winzer (FÖW) feiern 2016 ihren 25. Geburtstag.

 

Bis ins Jahr 2020 soll die biologische Produktion im Freistaat verdoppelt werden. Dieses Ziel formulierte Brunner im Jahr 2012. „Wir sind auf einem guten Weg“, meinte er in Nordheim und führte als Beleg die neuesten Zahlen an: 800 landwirtschaftliche Betriebe haben alleine im vergangenen Jahr auf Bio umgestellt, ungefähr 8000 Betriebe sind es mittlerweile, die rund 250 000 Hektar nach biologischen Richtlinien bewirtschaften. „Tendenz steigend“, wie der Minister betonte.

 

Letzteres gilt auch für die fränkischen Ökowinzer. Mit 19 Betrieben fing die Vereinigung 1991 an, heute sind es 34. „Zuletzt sind pro Jahr zwei bis drei neue Mitglieder dazu gekommen“, freut sich Vorsitzender Clemens Rumpel. Fast fünf Prozent der insgesamt etwa 6000 Hektar großen Anbaufläche in Franken wird nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet. Rumpel geht von einer Steigerung auf 20 Prozent bis ins Jahr 2025 aus. Unglaublich, wenn man auf die Anfangszeit zurückblickt.

 

Manfred Rothe über die Zeit, als Hubschrauber Pflanzenschutzmittel ausbrachten

 

Manfred Rothe kann sich noch an die Hubschrauber erinnern, die in Nordheim und Escherndorf Pflanzenschutzmittel ausgebracht haben. „Die Kinder wurden dann vorsichtshalber ins Haus geholt“, erzählt er. „Es kam immer wieder zu Atemwegserkrankungen.“

 

Mit einer zunächst kleinen Gruppe von fränkischen Winzern wie Gerhard Roth aus Wiesenbronn oder Helmut Christ aus Nordheim beschritt Rothe andere Wege, verzichtete auf Insektizide oder Unkrautvernichtungsmittel. „Das war anfangs nicht einfach“, gesteht er. Gegen jede damals gängige Lehrmeinung, gegen die Überzeugung der benachbarten Winzer und nicht selten der Eltern mussten die Öko-Pioniere ihre Vorstellungen durchsetzen.

 

Etwa zehn Jahre hat es gedauert, bis sich der Erfolg einstellte. „Bis die Weine auch wirklich schmackhaft waren“, wie Rothe zugibt. Bis sie sich auch ohne chemische Mittel gegen den Mehltau und Schädlinge wehren konnten. Das Ökosystem war vor 30 Jahren nicht stimmig. „Jetzt ist es das“, freut sich der Nordheimer.

Und noch mehr: Bio ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, salonfähig geworden. „Wir sind überall gerne gesehen, liefern an Sterne-Restaurants genau so wie an den Lebensmitteleinzelhandel.“ Und das zu Preisen, die es Rothe und seinen Kollegen ermöglichen, in die Zukunft zu investieren.

Also alles eitel Sonnenschein? Ganz so einfach ist es nicht. Auch die Ökowinzer plagen Sorgen. 80 bis 90 Prozent der biologisch erzeugten Weine, die in deutschen Handelsketten angeboten werden, kommen aus dem Ausland. Sie werden zum Teil deutlich günstiger als die deutschen Produkte verkauft.

„Die Produktionsbedingungen sind in Italien und Spanien einfacher“, erklärt Weinbaupräsident Artur Steinmann. „Die Lohnkosten in der Regel niedriger.“ Steinmann fordert deshalb die Verbraucher auf, die Leistung und den Mehraufwand der fränkischen Ökowinzer, die er als Helden und Vorbilder bezeichnete, an der Ladentheke zu honorieren. „Das würde sicherlich auch einige konventionelle Kollegen motivieren, ihre Betriebe umzustellen.“

 

Dafür müsste allerdings schon in der Ausbildung mehr Wert auf die ökologischen Aspekte der Weinbereitung gelegt werden: Bodenfruchtbarkeit, Bodenbegrünung, Zeilenbearbeitung, ein ökologischer Kreislauf. Der Vorsitzende der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ), Josef Wetzstein, kann sich in Zukunft sogar einen Abschluss zum „Ökowinzermeister“ vorstellen. Seine Bitte an Minister Brunner: Möglichst schnell entsprechende Strukturen schaffen.

 

Denn eine Herausforderung stehe bei den fränkischen Ökowinzern genauso an wie bei ihren konventionellen Kollegen: eine erfolgreiche Fortführung der Pionierarbeit durch die nächste Generation. Minister Brunner ist optimistisch: „Bio“ und „Regional“ seien die wichtigsten Trends in der Lebensmittelbranche. „Der gesundheitliche Aspekt gewinnt an Bedeutung, die Menschen wollen höchste Qualität und Transparenz.“

„All diese Veränderungen hätte ich mir niemals träumen lassen“, freut sich Rothe, der beruflich nur einen Wunsch hat: „Dass unser Beispiel Schule macht und alle Kollegen konsequent auf ökologischen Anbau umstellen – nicht nur die Weinbauern. Unsere Erde ist schließlich die Lebensgrundlage für uns alle.“

 

Eröffnung der Bayerischen Öko-Erlebnistage bei den Fränkischen Ökowinzern

 

Zu Gast bei den Ökowinzern

 

Minister Helmut Brunner eröffnet in Nordheim die bayerischen Öko-Erlebnistage

 

"Mehr als 270 Veranstaltungen in Bayern, 35 in Unterfranken. Die 16. Öko-Erlebnistage laufen vom 3. September bis 3. Oktober. Zum ersten Mal wurden sie im Norden des Freistaates eröffnet. Der Anlass: Die Fränkischen Ökowinzer (FÖW) feiern 2016 ihren 25. Geburtstag.

 

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner war am Mittwoch in Nordnheim zu Gast. Brunner bezeichnete die Ökowinzer als PIoniere, die ihren Weg hartnäckig verfolgt haben und jetzt die Ernte einfahren. Die Bevölkerung lege schließlich immer mehr Wert auf gesunde Lebensmittel und Transparenz. "Bio" und "Regionale Produkte" seien die wichtigsten Trends in der Lebensmittelbranche."

 

Auszug aus dem Mainpost Artikel vom 8.9.2016

 

Weitere Berichterstattung:

 

Radio-Interview mit Manfred Rothe, Klemens Rumpel und Minister Helmut Brunner

 

"Den Verband der fränkischen Öko-Winzer gibt es nun seit 25 Jahren. Gefeiert wird auf dem Weingut von Manfred und Christine Rothe in Nordheim am Main. Sie gehören zu den Pionieren des ökologischen Weinbaus in Bayern."

 

Fernsehbeitrag von TV Touring mit schönen bewegten Bildern von der Eröffnung

 

"Öko ist in! Immer mehr Menschen achten auf Herkunft und Anbauweise ihrer Nahrungsmittel - und sind bereit, dafrü auch ein paar Euro mehr auszugeben. Beste Voraussetzungen also für den Start der diesjährigen Öko-Erlebnistage. Diese wurden jetzt in Nordheim im Landkreis Kitzingen eröffnet."

 

 

Fränkische Biowinzer auf der Vogelsburg

Weinblog Martin Kössler über Bioweinpräsentation 2016

 

Ein Traumtag, dieser 15. August 2016. Blauer Himmel, Sonnenschein, wie gewohnt fröhliche Stimmung und mehr Besucher denn je zuvor, der Herrgott meinte es gut mit den fränkischen Ökos, kein Wunder, ist der Weg zu ihm hier oben doch kürzer als anderswo. Einmal im Jahr nämlich wird der Garten der Augustinusschwestern, die hier oben unter Leitung von Schwester Hedwig Mayer residieren, geöffnet, damit die Ökowinzer Frankens dort ihre alljährliche Präsentation veranstalten können. Ein Rahmen, der einzigartig ist, nicht nur, weil man von hier oben einen phantastischen Blick über die  Mainschleife hat.

 

Seine Einschätzungen:

 

> Begeistert und erstaunt haben mich heute die Weine von Christian Deppisch aus Theilheim, der in rasantem Tempo seinen Weg zum eigenen Stil gefunden hat, der das schmeckbar macht, was er im Keller denkt und fühlt und im Weinberg macht. Ein kleiner Betrieb, den Christian Deppisch quasi im Nebenerwerb betreibt. Um so bemerkenswerter seine Weine, deren Entwicklung zu folgen sich unbedingt lohnt.

 

> Christian Ehrlich, der Hüne aus Rödelsee, präsentiert mit seinen »Drei Zeilen« in 2014 und 2015 ein überzeugendes Portfolio, das stilistisch stringent und handwerklich engagiert ein breites Spektrum an Rebsorten mit Weinen abdeckt, die es in sich haben, weil sie Charakter wagen und Eigenart haben. Eine so unkonventionelle wie entspannte Bereicherung der fränkischen Weinszene, die sich, sehr angenehm, nicht wichtiger nimmt, als sie ist. Einige Weine von Christian Ehrlich sind aber nur in homöopathischer Dosierung verfügbar, Eile ist also geboten.

 

> Uli Luckert zeigt mit seinen souverän in sich ruhenden, unaufgeregt entspannten Silvanern, wie stilbildend fränkisch störrische Ausdauer, gepaart mit Erfahrungswissen, sensorischer Professionalität und profunder Kompetenz, sein kann, wenn man denn bereit und intellektuell in der Lage ist, sich selbstkritisch im Spiegel des internationalen Weinmarktes mit der eigenen geschmacklichen Heimat und Identität auseinanderzusetzen. Seinen Silvaner »Alte Reben« halten wir in seiner Machart für eine Referenz der Rebsorte im Jahrgang 2015.

 

> Stephan Kraemer aus Auernhofen im Taubertal hat sich vom Gelegenheitswinzer zum selbstbewußt forsch auftretenden Wegbereiter in Franken entwickelt, der sich mit mutig knochentrockenen Weinen mit mehr oder weniger Maischegärungsanteilen so risikobereit wie risikobewußt zwischen Orange- und Naturwein ansiedelt, um stilistisch jenem eigenen Weg zu folgen, den ihm seine Weinberge vorgeben. Simone und Stephan Krämers Weine mag man, oder man lehnt sie ab. Ich finde sie so auf- wie anregend, tragen sie doch eines der spannenden Puzzlestückchen zum großen Kuchen »Biowein in Franken« bei.

 

> Sandra und Ludwig Knoll vom Weingut am Stein, Leuchtturm und Aushängeschild in Franken, hatten es unter den oben genannten selbstbewußten Individualisten heute nicht leicht, sich mit ihren Weinen zu profilieren. Sie gehörten, wie zu erwarten, zu den besten dieser Veranstaltung, sind technisch brillant in Szene gesetzt, schmecken lecker, sind richtig gut, spannend oder gar aufregend aber fand ich sie heute weniger als erwartet. Überzeugt haben mich ihre Erste Lage-Weine des Jahrgangs 2015. Vermutlich hängt das mit der Größe ihres 30-Hektar-Betriebes zusammen. Knolls wollen und müssen alle Marktsegmente mit ihren Weinen bedienen. Sie waren in vielerlei Hinsicht wegweisend in und für Franken. Sie werden auch in Zukunft die Zeichen der Zeit erkennen und den Weg weisen, wenn ihnen danach ist. Gerüstet dafür sind sie wie kaum ein anderer Betrieb in Franken.

 

Sein Fazit: Wieder eine wunderschöne Veranstaltung, die ich allen interessierten Bio-, vor allem aber Nicht-Biowein-Freunden empfehlen kann. Schön, daß es diese Präsentation gibt!

 

Ganzer Blog hier nachzulesen!

 

 

Pflichttermin für Liebhaber von fränkischem Ökowein

Blog "GenussFreak" schreibt über 10. Öko-Weinpräsentation

 

Die Weinpräsentation hat ihren ganz eigenen Charme, viele Winzer und Besucher kommen mit ihren Kindern, die sich auf dem weitläufigen Gelände austoben können, während die Eltern die Weine verkosten. Die 'Profis' unter den Besuchern bringen Picknickdecken und Snacks mit und lassen sich am Rande des Weinberges nieder. Immer wieder hört man: „Petrus muss ein Weinliebhaber sein. In den 10 Jahren hatten wir nur einmal schlechtes Wetter.

 

Und für alle Genussfreaks, die jetzt neugierig geworden sind, der Termin für die Präsentation im Jahr 2017 steht bereits fest, es ist der 15. August.

 

Ganzer Blog ist hier nachzulesen.

 

 

Mainpost Volkach, Peter Pfannes, 18.8.2016

Erlebnisreise im Ökowein-Paradies

 

Festlich gedeckt war die Probierstube der fränkischen Ökowinzer an Mariä Himmelfahrt. Unzählige Weinliebhaber gönnten sich bei strahlendem Sonnenschein das Open-Air-Vergnügen im grünen Obstgarten der Vogelsburg. Zum zehnten Mal luden die fränkischen Ökowinzer zu einer informativen Weinreise unter freiem Himmel ein. 23 Weingüter, die sich dem biologischen Anbau ihrer Reben verschrieben haben, servierten die Schätze aus ihren Weinkellern.

 

Für die Fränkische Weinkönigin Christina Schneider war die Ökowein-Präsentation ein Muss in ihrem Terminkalender. Sie nahm sich viel Zeit um mit den Standbetreibern Fachgespräche zu führen und die Geselligkeit zu pflegen.

 

Die Weinhoheit besuchte auch den Weinstand des Volkachers Hermann Dumbsky. Der Inhaber des Bio-Weingut Marienhof, der seinen Betrieb vor fünf Jahren auf Biowein umstellte, beteiligte sich zum ersten Mal an der Präsentation. „Ein wunderschönes Ambiente hier“, schwärmte der Neuling. Er war positiv überrascht von der großen Resonanz. „Die Besucher haben großes Interesse am ökologischen Weinanbau und stellen viele Fragen“, so Dumbsky.

 

Ganzer Artikel hier zu lesen.

 

 

Foto: Peter Pfannes

TV-touring: Bericht "Alles Bio" über die 10. Ökoweinpräsentatin auf der Vogelsburg

Seit 25 Jahren gibt es den Verein der fränkischen Ökowinzer. Insektizide und andere künstliche Hilfsmittel sind in ihren Weinbergen tabu. Und die Winzer sind sich sicher: Die Bio-Qualität schmeckt man auch im Wein. Davon konnten sich jetzt auch Besucher auf der Vogelsburg überzeugen. Dort fand die jährliche Ökoweinpräsentation statt. Gut 500 Menschen kam im Jubiläumsjahr zur Verkostung unter dem Motto "Natürlich Wein Genießen".

 

Hier den TV-Beitrag "Alles Bio" sehen in der Mediathek von tv-touring.

 

 

BR 2 - regionalZeit - Interview am 16.08.2016

Interview zum neuen fränkischen Ökowein

 

Auf der Vogelsburg bei Volkach haben die fränkischen Ökowinzer ihre neuen Weine vorgestellt. Ihr Vorsitzender Klemens Rumpel blickt auf die kommende Lese voraus und beschreibt die Entwicklung des Öko-Weins aus Franken.

 

Beitrag zu hören unter:

regionalZeit---Franken_Winzer-Klemens-Rumpel-zum-neuen-fraenkische.mp3

 

 

Mainpost Kitzingen, Frank Weichhan, 4.8.2016

Viel Herzblut im Weinglas

 

Vor 40 Jahren entschlossen sich Winzer in Franken, ihren Wein zu 100 Prozent ökologisch anzubauen. 1991 schlossen sich die Öko-Pioniere zum Verbund Fränkische Ökowinzer und Öko-Weingüter (FÖW) zusammen. In diesem Sommer feiern sie ihr 25-jähriges Bestehen mit Veranstaltungen auf der Vogelsburg, in Nordheim und Würzburg (Termine 2016).

 

Dazu Fragen an Vorsitzenden Klemens Rumpel. Der 64-jährige Winzermeister hat 40 Jahre Weinbauerfahrung, davon 30 Jahre Öko-Weinbau im Nebenerwerb Weinbau Rumpel & Schömig in Rimpar. Nach 37 Jahren hauptberuflich im Bürgerspital Würzburg und vier Jahren Schloss-Saaleck Hammelburg mit Umstellung des Betriebes auf Bio genießt er jetzt den Ruhestand, gibt aber sein Wissen und seine Erfahrung weiter.

 

Frage: „Bio aus Überzeugung“ lautet der FÖW-Leitspruch – welche Überzeugung ist das genau?

Klemens Rumpel: Bio ist für uns eine Lebenseinstellung. Unsere Mitgliedsbetriebe sind zu 100 Prozent auf biologische Bewirtschaftung umgestellt und verzichten auf Herbizide, chemische Pflanzenschutzmittel und Insektizide. Es werden keine synthetisch-mineralischen Düngemittel ausgebracht. Stattdessen wird durch Einsaat von Begrünungspflanzen das Bodenleben aktiviert und ein Gegengewicht zur Monokultur Rebe geschaffen. Gentechnisch veränderte Organismen sind in Weinberg und Keller verboten. Die uns anvertraute Natur in ihrer Vielfalt zu erhalten, einen Wein von schmeckbarer Qualität bei geringster Belastung zu bieten, ist unsere Philosophie.

 

Ein Blick in die Anfangsjahre der biologischen Bewirtschaftung vor 40 Jahren – wie sehr wurden Sie belächelt?

Rumpel: Vor über 50 Jahren begannen in Franken die ersten Betriebe mit ökologischer Bewirtschaftung. Sie wurden nicht nur als Spinner bezeichnet, sondern waren auch massiven Anfeindungen ausgesetzt. Die anderen Winzer in den Gemeinden hatten Angst vor Ausbreitung der Pilzkrankheiten und Ertragsausfällen. Ganze Familien wurden ausgegrenzt und gemobbt.

 

Wie schwer war die Zeit?

Rumpel: Diesen Druck von außen auszuhalten und die Ideologie weiter zu verfolgen, verlangte Charakterstärke. Anleitungen gab es keine, alles musste über Beobachtung, Erfahrung und Austesten weiterentwickelt werden. Die Pioniere – wie etwa die Augustinusschwestern auf der Vogelsburg – hatten Rückschläge wie Ernteausfälle und Qualitätseinbußen zu verkraften. Die Durchhaltekraft führte zu einer konsequenten Weiterentwicklung, so dass heute ein solides Basiswissen zur Verfügung steht, das inzwischen teilweise im konventionellen Weinbau Verwendung findet. Heute sind die Belächelten von damals Vorbild für viele.

 

Was führte vor 25 Jahren zur Gründung der FÖW?

Rumpel: Am 6. März 1991 wurde der FÖW in Wiesenbronn von 19 Pionieren gegründet, um den ökologischen

Weinbau in der Region zu fördern. Wichtiger Punkt war dabei die verbandsübergreifende Zusammenarbeit aller Mitgliedsbetriebe.

 

Was ist heute das Hauptziel der FÖW?

Rumpel: Nach wie vor ist das Ziel, den Bioweinbau in Franken voranzubringen, etwa durch Beratung und Betreuung von Neueinsteigern und durch Vernetzung und Austausch mit Verbrauchern und Verbänden – das alles mit Herzblut und der tief verwurzelten Überzeugung, die Natur zu schützen und sie nachfolgenden Generationen zu erhalten.

 

Wann ist ein Bio-Wein ein Bio-Wein?

Rumpel: Wenn Weinanbau und Weinausbau nach den Richtlinien der Bio-Anbauverbände erfolgen und von einer unabhängigen Kontrollstelle jährlich überprüft wird.

 

Was ist geschmacklich anders?

Rumpel: Über Geschmack lässt sich bekannterweise nicht streiten – nur Qualität ist schmeckbar und wird beim Biowein durch niedrigere Erträge, kleinere Beeren und individuelleren Ausbau gefördert. So erhalten wir Weine mit Aromenvielfalt und Inhaltsstoffen, in denen sich ihre Herkunft, die Lage, der Boden und der Winzer widerspiegeln. Die Gewissheit um geringste Belastung verstärkt den Genuss.

 

Wie viele Hektar werden in Franken ökologisch bewirtschaftet – und wie sieht generell die Entwicklung aus?

Rumpel: In Franken werden rund 250 Hektar ökologisch bewirtschaftet, das sind 4,5 Prozent der Anbaufläche. Bis 2025 wird eine Erweiterung auf 20 Prozent erwartet.

 

Von welchen Mengen reden wir?

Rumpel: Pro Hektar werden im Ökoweinanbau zwischen 50 und 60 Hektoliter geerntet, dies entspricht einer jährlichen Weinmenge von 1,2 bis 1,5 Millionen Liter.

 

Wie sehen die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen aus?

Rumpel: Am 15. August werden bei einer Ökoweinpräsentation auf der Vogelsburg Volkach im Klostergarten der Augustinusschwestern 23 Biobetriebe aus Franken über 100 Bioweine präsentieren. Am 7. September werden die Bayrischen Ökoerlebnistage mit Staatsminister Helmut Brunner auf den Weingütern Manfred Rothe und Helmut Christ in Nordheim eröffnet. Und am 10. September gibt es eine Bio-Wein Party auf dem ehemaligen Bürgerbräugelände in Würzburg. 17 Ökowinzer präsentieren ihre Weine mit Lebensfreude – und karibischem Essen.

 

Ihr Wunsch für die nächsten 25 Jahre?

Rumpel: Dass der Bioanbau aus seiner Nische heraustritt und als der gewöhnliche Weinbau praktiziert wird. Ökologie, Ökonomie und Soziologie sollen in allen Lebensbereichen im Gleichklang sein.

 

 

 

Presseartikel 2016

- Juli 2016 -

Fränkische Ökowinzer im TV: Fernsehdokumentation "Fränkische Winzer auf neuen Wegen"

Bayerisches Fernsehen
Sonntag, 24. Juli 2016, 19.15 Uhr
Unter unserem Himmel
Fränkische Winzer auf neuen Wegen
Dokumentation, 2016
Autorin: Hiltrud Reiter
Redaktion: Corbinian Lippl

 

Der Einsatz von bestimmten Pestiziden und Herbiziden kann in der Landwirtschaft langfristig großen Schaden in der Natur anrichten und zunehmend das Grundwasser belasten. Heutzutage wird selbst den Winzern mehr Umweltschutz empfohlen und der Schritt hin zur ökologischen Rebenbewirtschaftung ist seit kurzem sogar durch den Staat subventioniert. Doch trotz der angebotenen Förderung bleiben die Winzer sehr skeptisch - die Umstellung ist arbeitsintensiv und kostspielig.

 

Dennoch - bei den Verbrauchern wird eine klare Tendenz beobachtet: die Nachfrage nach biologisch angebauten Weinen steigt stetig an. Wir begleiten Klemens Rumpel, Vorstand der Ökowinzer mit langjähriger Erfahrung bei seiner Arbeit in den Weinbergen. Momentan stellt er den gesamten Betrieb der jungen Winzerfamilie Lange, Weingut Schloss Saaleck in Hammelburg mit 18 Hektar auf biologischen Anbau um. Dr. Hermann Kolesch von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim stellt das Zukunftsprojekt 2025 vor. Bei diesem völlig neuartigen Projekt wird nicht nur eine Weinbergsanlage sondern eine ganze Landschaft ganzheitlich auf biologischen Anbau umgestellt: Weinberge in Querterrassierung mit Hecken, Obstbäumen, Trüffelanbau sowie Hecken, Sträuchern und Weinbergsmauern. Außerdem betrachten wir die Betriebsentwicklung des ältesten biologischen Weinguts - wir besuchen Gerhard Roth in Wiesenbronn, den Pionier des Fränkischen Bioweinanbaus, der schon vor über 40 Jahren seine Weinberge umgestellt hat.

 

Weitere Informationen in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks!

 

- Juni 2016 -

7. internationaler bioweinpreis mit Prämierung fränkischer Ökowinzer

Mit einem neuen Teilnehmerrekord und einer nie dagewesenen Bandbreite an Rebsorten, Stilen und Herkunftsländern ging der internationale bioweinpreis 2016 vom 10. bis 13. Juni 2016 in die siebte Runde.

 

Der internationale bioweinpreis ist eine der größten Bioweinprämierungen weltweit. Mitglieder des FÖW waren wieder zahlreich in den einzelnen Kategorien vertreten: Weingut Roth, Weingut Helmut Christ, Winzerhof Wallrapp, Weinbau Anja Stritzinger Klingenberg, DIVINO Nordheim Thüngersheim eG,  Weingut Rainer Zang, Weingut Bausewein

 

Das vollständige Ranking sowie weitere Informationen gibt es unter www.bioweinpreis.de.

 

 

Presseartikel zur Weinpräsentation auf der Vogelsburg:

2015:

-Februar 2015 -

Fränkische Ökowinzer erfolgreich bei Mundus Vini Biofach 2015

Unsere Mitglieder Weingut Helmut Christ, Weingut Am Stein Ludwig Knoll und die Ökowinzer der Divino  Nordheim-Thüngersheim feierten große Erfolge beim Internationalen Weinwettbewerb zur Biofach 2015. Ludwig Knoll wurde sogar für einen 2012er Stettener Stein Grauburgunder Eiswein mit Großem Gold ausgezeichnet. Hier ein Presseartikel vom Fränkischen Weinbauverband:

http://www.frankenwein-aktuell.de/Franken-erfolgreich-bei-MUNDUS-VINI_Aktuelles_234_kkdetail_view_blog.html

 

- Februar 2014

Bundesverdienstkreuz für 2 Pioniere des Ökoweinbaus in Franken

Der FÖW gratuliert Schwester Hedwig und Schwester Christa zu der großen Ehre. Ihr habt es wirklich verdient.

http://www.infranken.de/regional/kitzingen/kitzingerexklusiv/Sie-haben-einiges-getan-fuer-den-Fraenkischen-Weinbau;art113220,638330

 

 

"Bio-Wein - da schmeckt man die Qualität"